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	<title>Problemverhalten von Hunden Archive - Bero&#039;s Helden</title>
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	<description>Deine Hundeschule für Familien- und Jagdgebrauchshunde</description>
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		<title>Trennungsstress &#8211; nein, Dein Hund ist kein „Kontrollfreak“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabrina Brackmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2025 06:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Problemverhalten von Hunden]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnungstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist wohl eines der unbeliebtesten Themen im Hundetraining, wenn es um „Verhaltensauffälligkeiten“ geht: der Trennungsstress.Hundehalter/innen fällt irgendwann auf, dass der alleingelassene Hund nicht friedlich schläft, sondern etwas Ungewünschtes zerfetzt, Urin absetzt oder sie werden von Nachbarn auf den „jaulenden Hund“ angesprochen. Alles sehr unangenehme Momente…Bedauerlicherweise gibt es weiterhin verschieden „Mythen“, was dieses Verhalten angeht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1185.6px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><p>Es ist wohl eines der unbeliebtesten Themen im Hundetraining, wenn es um „Verhaltensauffälligkeiten“ geht: der <strong>Trennungsstress</strong>.</p>
<p>Hundehalter/innen fällt irgendwann auf, dass der alleingelassene Hund nicht friedlich schläft, sondern etwas Ungewünschtes zerfetzt, Urin absetzt oder sie werden von Nachbarn auf den „jaulenden Hund“ angesprochen. Alles sehr unangenehme Momente…</p>
<p>Bedauerlicherweise gibt es weiterhin verschieden „Mythen“, was dieses Verhalten angeht. Aussagen wie „Dein Hund möchte Dich kontrollieren“ oder „Dein Hund ist dominant“ bis hin zu „Der Hund ist beleidigt, dass Du ihn zurückgelassen hast“ machen die gesamten Umstände nicht besser.</p>
<p>So zum Beispiel ist die Sinnhaftigkeit des klassischen Tipps „wenn Dein Hund jault, geh erst zurück, wenn er ruhig ist“, mittlerweile genauso widerlegt wie die zuvor aufgeführten Zitate über „Dominanz“. Diese angeblichen Beschreibungen beschreiben korrekterweise eine Beziehung zwischen zwei Lebewesen und keine Eigenschaft. Somit kann kein Hund „dominant sein“, sondern zwei Hunde können untereinander eine „dominante und subdominante Beziehung“ besitzen. Der subdominante Part lässt diese Beziehung aktiv zu. Folglich haben diese „Schlagworte“ auch in diesem Bereich des Hundetrainings nichts zu suchen. Ein „ausjaulen“ lassen des Hundes erhöht im Endeffekt nur den Frust &#8211; und eine Toleranz gegen Frust kann der Hund (und auch wir Menschen) nicht mit noch mehr Frust aufbauen!</p>
<p>Die Krucks an der gesamten Sache ist: <strong>Trennungsstress kann im gesamten Leben auftreten!</strong> Wir können unseren jungen Hundewelpen noch so gut und mit ausgeklügeltem Trainingsplan auf das Alleine-sein vorbereiten &#8211; dennoch kann sich im Laufe des hoffentlich langen Hundelebens Trennungsstress entwickeln.</p>
<p>Schauen wir uns zunächst mal die rein biologischen Fakten an: Trennungsstress ist eine Emotion des Tieres (- nicht nur Hunde können hiervon betroffen sein!), sogar eine sogenannte Basisemotion. Alle Säugetierbabys empfinden dies und äußern dies zunächst in Lautäußerungen. Wenn dies nichts bringt, werden weitere „Maßnahmen“ getestet. Somit fehlt einem Tier, welches unter Trennungsstress leidet, ein Grundbedürfnis &#8211; die Nähe zu seinen Gruppenmitgliedern. Klar ausgedrückt: Das Tier fühlt sich nicht sicher und hat (großen) Stress bis hin zur Panik.</p>
<p>Dieses Verhalten wird nicht bewusst gesteuert, sondern wird von komplexen inneren Vorgängen mit verschiedenen Hormonbeteiligungen ausgelöst, welche entweder „zu viel“ Energie geben oder ein „komplettes Zurückziehen“ bewirken. Diese Stressreaktionen beeinflussen dementsprechend das Verhalten und schalten oftmals jegliche rationale Überlegungsmöglichkeiten ab. Daher ist es auch in manchen Fällen unablässig, zum Einstieg ins Training mit einem / einer verhaltenstherapeutischen Tierarzt / Tierärztin zusammenzuarbeiten und entsprechende Medikamente zu nutzen. Das bedeutet nicht, dass der Vierbeiner diese automatisch ein Leben lang benötigt und man sich das Training sparen kann. Bei einigen Medikamenten zudem ein Blick auf die möglichen Nebenwirkungen wichtig.</p>
<p>Neben den notwendigen Managementmaßnahmen, wie zum Beispiel eine detaillierte Grundlage der auftretenden Verhaltensweisen zu dokumentieren bis hin zu Betreuungsmöglichkeiten ist kleinschrittiges und vernünftiges Training unablässig und dahingehend ist es wichtig, zwischen wirklichem Trennungsstress und sogenanntem Isolationsstress zu unterscheiden.</p>
<p>Emotional gesehen ist beides gleich belastend, jedoch ist Trennungsstress mit einem spezifischen Lebewesen verbunden, Isolationsstress tritt hingegen auf, wenn gar kein anderes Lebewesen in der Nähe erreichbar ist.</p>
<p>Frustration und Stress bedingen sich somit gegenseitig, zudem ist durch die Aktivierung des körperlichen Stresssystems oftmals die „Tür geöffnet“ um weiterführende Ängste zu entwickeln. In gravierenden Verläufen kann sich des Weiteren auch ein „Aggressionspotenzial“ herausbilden.</p>
<p>So weit möchte es wohl kein/e Hundehalter/in kommen lassen &#8211; daher: zurück zu den Trainingsmöglichkeiten: leider gibt es hierzu keinen „Trainingsplan für alle Fälle“, da wir es mit Individuen zutun haben und Verhalten ein sehr komplexes System darstellt. Was jedoch oftmals noch dazugehört: (gravierende) Veränderung der Lebensumstände und Schmerzen (oft nicht sofort erkennbar!). Diese Umstände sollten zunächst hinterfragt beziehungsweise abgeklärt werden.</p>
<p>Besonders wichtig ist die bedürfnisorientierte Belohnung des Hundes &#8211; wir müssen auf das Wohlbefinden achten, sprich „was braucht mein Hund gerade?“ Dies hat nichts damit zu tun, dem Hund einfach nur Leckerchen oder Futter als sogenannte Belohnung zu geben &#8211; auch wenn diese ggf. gefressen wird. Ob das, was wir dem Hund anbieten wirklich eine Belohnung darstellt entscheidet der Hund, nicht wir. Wir können dies jedoch messbar erkennen: ist es eine wirkliche Belohnung ist es ein Verstärker für das erwünschte Verhalten. Dies können wir auch in diesem Training einsetzen.</p>
<p>Des Weiteren sollten wir über unsere Verlässlichkeit gegenüber dem Hund nachdenken. Auch hier gibt es individuelle Unterschiede, wie viele Rituale und / oder Ankündigungen für den Hund sinnvoll und notwendig sind. Darauf zu achten ist dabei, dass hier keine ungewollten Verhaltensketten entstehen, also die ersten Schritte eines „Verabschiedungsrituals“ schon zu einer ersten Stressreaktion führen. Auf ein komplettes „Verabschiedungsritual“ zu verzichten ist jedoch für viele Hunde verstörend &#8211; ebenso ist es mit einem „Willkommensgruß“. Hier muss also individuell geschaut werden.</p>
<p>Wir Menschen sollten nicht vergessen, wie wichtig wir für unsere Hunde sind &#8211; schließlich managen wir (fast) alles für sie. Ich bestimme, wann wir Gassi gehen, wann es Futter und frisches Wasser innerhalb des Zuhauses gibt…. Wundert es einen da wirklich, dass der Hund sich an uns bindet?</p>
<p>Diese Bindung, um welche ebenfalls viele Mythen aufrechterhalten, kann ich als Mensch auch durch falsch angewendetes Training für den Hund in Frage stellen. Eine unsichere Bindung öffnet ebenfalls die Tür für verschiedene Ängste, somit auch Trennungsangst.</p>
<p>Wir benötigen für unsere Vierbeiner eine gesunde Ausgewogenheit zwischen Selbstwirksamkeit und Zuverlässigkeit &#8211; und das gilt eigentlich auch anders herum.</p>
<p>Eine weitere Idee ist die Errichtung einer „abgesicherten Zone“ für den Zeitraum, in welcher der Hund alleine bleiben muss. Der Hund benötigt nicht das gesamte Haus für sich, jedoch eine „Wohlfühlzone“ mit seinen Ressourcen zur freien Verfügung und einem bevorzugten Liegeplatz.</p>
<p>Auch wenn das gesamte Thema sehr komplex ist und nicht „ad hoc alles wieder gut wird“, ist Trennungsstress kein „Problem“, was einfach hingenommen werden muss (und sollte). Oftmals hilft es, wenn manche „Kleinigkeiten“ schon umgestaltet werden können und ein engmaschiges Training bedeutet nicht, dass man ewig mit einem / einer Trainer/in zusammenarbeiten muss. Idealerweise trefft ihr eure/n Trainer/in online, damit sich die Gegebenheiten für den Hund nicht verändern und er seine natürliche Verhaltensweise zeigt. Dies spart euch zudem etwaige Fahrtkosten. Der / die Trainer/in sollte euch individuell anleiten, sodass ihr zügig das Training auch eigenständig durchführen könnt und noch „im Hintergrund“ oder bei Fragen für euch da ist.</p>
<p>Trennungs- und Isolationsstress bei unseren Hunden sind keine Themen, die wir uns wünschen sollten &#8211; wenn es jedoch auftritt, sind wir es unseren treuen Vierbeinern „schuldig“, dass wir uns um sie kümmern und gemeinsam das (eigentlich natürliche) „Verhaltensproblem“ angehen!</p>
<hr>
<h6>Bero´s Helden übernimmt keine Garantie für einen Erfolg bei der eigenständigen Umsetzung des Managements und / oder des beschriebenen Trainings und kann in keine Haftung o.ä. genommen werden. Jeder Hund ist ein Individuum und generelle „Ferndiagnosen“ werden seitens Bero´s Helden abgelehnt. Bei der eigenständigen Umsetzung ist jede/r Hundehalter/in für seinen Hund verantwortlich. Achtet bitte insbesondere auf die Körpersprache aller anwesenden Vierbeiner und die Sicherheitsmaßnahmen für alle Beteiligten.</h6>
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		<title>&#8222;Leinenaggression&#8220; &#8211; Ein unangenehmes Thema bei Hundehalter/innen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabrina Brackmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2024 17:27:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Problemverhalten von Hunden]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnungstraining]]></category>
		<category><![CDATA[Leinenaggression]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktivität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist unangenehm, es schränkt den Alltag ein, es grenzt aus und ist zudem auch nicht immer ganz ungefährlich: Unternehmungen mit einem reaktiven Hund an der Leine - die sogenannte „Leinenaggression“ zeigt sich jedes Mal, wenn man einem anderen Hund an der Leine begegnet. Von bellen, in die Leine springen bis Frauchen / Herrchen mitzureißen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beros-helden.de/leinenaggression-ein-unangenehmes-thema-bei-hundehalter-innen/">&#8222;Leinenaggression&#8220; &#8211; Ein unangenehmes Thema bei Hundehalter/innen</a> erschien zuerst auf <a href="https://beros-helden.de">Bero&#039;s Helden</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist unangenehm, es schränkt den Alltag ein, es grenzt aus und ist zudem auch nicht immer ganz ungefährlich: Unternehmungen mit einem <strong>reaktiven Hund an der Leine</strong> &#8211; die sogenannte „Leinenaggression“ zeigt sich jedes Mal, wenn man einem anderen Hund an der Leine begegnet. Von bellen, in die Leine springen bis Frauchen / Herrchen mitzureißen ist, sozusagen, alles möglich.</p>
<p>Neben dem Blick auf den gestressten Hund, ist es zudem verständlich, dass die Gassitouren nicht (mehr) zur Entspannung genutzt werden können, sondern ein „Spießroutenlauf“ werden und man sich von einigen anderen Menschen unverstanden fühlt.</p>
<p>Zudem kommen wir Menschen oft in einen <strong>Zwiespalt mit unserem Vierbeiner</strong>: an „sicheren Orten“ ist er der liebste Hund der Welt, draußen an der Leine ein kleines (oder großes) Monster den Artgenossen gegenüber.</p>
<p>Bedenken sollten wir zudem die Gesundheit des Hundes: der andauernde Stresspegel und / oder Ängstlichkeit können zu einem tierschutzrelevanten Ausmaß ansteigen.</p>
<h3><strong>Auch wenn es manchmal schwerfällt: vergiss bitte nicht die gemeinsamen schönen Momente und die tollen Eigenschaften Deines Vierbeiners!</strong></h3>
<p>Wenn der Leidensdruck gefühlt zu groß wird, neigen wir Menschen dazu, den Hund mit seinem „Problemverhalten“ gleichzusetzen. Es ist natürlich auch fahrlässig, das „Problemverhalten“ zu ignorieren &#8211; die „goldene Mitte“ zu betrachten sollte auch hier das Ziel sein.</p>
<h2><strong>Warum macht mein Vierbeiner das (plötzlich)?</strong></h2>
<p>Manchmal können <strong>konkrete Auslöser</strong> genannt werden, wie zum Beispiel ein vergangener Angriff eines Artgenossen an der Leine. Wenn der Hund zuvor aversive (erschreckende) Trainingsmethoden kennengelernt hat, kann es sein, dass diese mit einem anderen Artgenossen, der an der Leine entgegenkam, verknüpft wurde. Gerade solche Methoden führen oftmals, je nach Hundecharakter, im Endeffekt zu einer Gewaltspirale &#8211; sofern man sich nicht irgendwann mit einem Verhalten „abfindet“. Zudem schaffe ich als Mensch mit solchen Methoden und Hilfsmitteln kein produktives Lernklima.</p>
<p>Es gilt jedoch auch abzuklären, ob irgendwelche <strong>gesundheitlichen Einschränkungen</strong> vorliegen bei einer Verhaltensänderung &#8211; spätestens dann, wenn bei regelmäßigem Training keine Fortschritte erkennbar sind. Nur weil mein Hund immer wieder freudig seinem Bällchen hinterläuft oder einen Hasen jagen würde, heißt das nicht, dass der Vierbeiner wirklich gesund ist! Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu kaschieren.</p>
<p>Oftmals kann man jedoch keinen konkreten Auslöser benennen, gesundheitlich ist alles in Ordnung und dennoch zeigt der Vierbeiner reaktives Verhalten an der Leine. Zudem ist nicht immer alles aus der bisherigen Vergangenheit des jeweiligen (Tierschutz-)Hundes bekannt. Hier ist es wichtig, <strong>nach vorne zu blicken</strong> &#8211; wenn man nur über Ursachen spekulieren kann, kümmert man sich besser um die ersten möglichen Management- und Trainingsschritte.</p>
<p><strong> </strong>Insbesondere <strong>unsichere und / oder ängstliche Hunde</strong> können an der Leine (auf den ersten Blick) sehr deutlich „gegen den Artgenossen“ agieren wollen. Ein detaillierter Blick auf die Körpersprache zeigt jedoch oft, dass der Hund sich selbst in einem Konflikt befindet und sich sozusagen „selbst im Weg steht“. Er kennt kein sinnvolles Alternativverhalten und hatte mit der „Leinenpöbelei“ immer Erfolg, denn alle anderen kommen nicht zu nah.</p>
<h2><strong>Erste Analysen zum Lösungsansatz</strong></h2>
<p>Auch bei der „Leinenaggression“ kann niemand einen Zauberstab schwingen und der Vierbeiner findet danach alle Artgenossen auf den Gassitouren toll &#8211; leider… <strong>Eine Verhaltensänderung ist weder ein Schnupfen, der vergehen kann, noch kann sich ein aufgebautes Verhalten innerhalb weniger Tage ad hoc um 180 Grad verändern. </strong></p>
<p>Umso wichtiger ist es, sich zunächst einige grundsätzliche Fragen im Hundealltag zu beantworten &#8211; auch wenn diese auf den ersten Blick nichts mit dem auffälligen Verhalten zutun haben:</p>
<ul>
<li>Ist gesundheitlich wirklich alles in Ordnung?</li>
<li>Sind die grundlegenden art- und typgerechten Bedürfnisse des Hundes befriedigt?</li>
<li>Hat der Hund ausreichend Schlaf, Entspannungsphasen und Ruhe?</li>
<li>Ist der Hund ausgelastet &#8211; sowohl mit körperlicher als auch mit geistiger Beschäftigung?</li>
<li>Wo bzw. wann ist der Hund gestresst / unsicher / ängstlich im sonstigen Alltag?</li>
<li>Wie sehr orientiert sich der Hund an seinem Menschen?</li>
<li>Wie gut klappt es mit dem allgemeinen Grundgehorsam?</li>
<li>Gibt es feste Spielregeln für den Hund, sodass der Mensch verlässlich für ihn ist?</li>
</ul>
<h2><strong>Managementmaßnahmen &#8211; die unerlässlichen Veränderungen</strong></h2>
<p>Ich komme als Mensch nicht drum herum, zumindest eine zeitlang die Umstände so anzupassen, dass der Hund kaum noch eine Möglichkeit bekommt, das unerwünschte Verhalten zu zeigen!</p>
<p>Das klingt am Anfang sehr kompliziert: andere Gassitouren wählen, den Hund nicht immer mitnehmen zu können….</p>
<p>Jedoch lernt der Vierbeiner ja nicht nur, wenn ich sage „jetzt ist Trainingszeit“, sondern auch im Alltag. Wenn ich unter Anleitung ordentlich trainiere, im Alltag jedoch alle 10 Hundebegegnungen am Tag mit Krawall ablaufen, stimmt das Verhältnis des Lernerfolgs nicht. Dann kann sich ein Verhalten nicht oder nur nach sehr langer Zeit und mit sehr viel Mühe wirklich nachhaltig ändern.</p>
<p>Je nach Vierbeiner können weitere Managementmaßnahmen etabliert werden, beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Abwenden vom entgegenkommenden Artgenossen und eine Futtersuche an einem fixen Punkt</li>
<li>Target (Zielobjekt) fixieren (z.B. Nase an Hand, sog. „Handtouch“)</li>
<li>Apportierfreudige Hunde können etwas tragen (Spielzeug, Apportel…)</li>
</ul>
<p>Wichtig ist im Hinterkopf zu behalten, dass dies alles <strong>kein direktes Training</strong> darstellt, sondern als „Erleichterung im Ernstfall“ zu bewerten ist und eben die <strong>Grundlage bildet, auf der man eine Verhaltensänderung aufbauen kann</strong>.</p>
<p>Wenn all diese Grundlagen analysiert bzw. etabliert sind, kommen wir zum wichtigsten Teil:</p>
<h2><strong>Das Training, das eine Verhaltensänderung möglich macht</strong></h2>
<p>Im Folgenden gibt Dir Bero´s Helden gern einen „groben Fahrplan“ hierzu an die Hand inkl. verschiedener Gedankenanstöße:</p>
<ul>
<li>Denk an das große Thema der <strong>Stimmungsübertragung</strong>! Wie fühlst Du Dich bei einer Hundebegegnung? Was kann Dir selbst helfen &#8211; der Blick in die Ferne oder die Konzentration auf den eigenen kleinen Finger? Über die Leine sind wir gewisser Weise mit unserem Vierbeiner verbunden &#8211; er merkt z.B. auch Deinen festeren Griff in die Leine.</li>
<li>Was sind die <strong>Auslöser</strong>? Wirklich „alle“ Artgenossen? Nur ein bestimmtes Erscheinungsbild? Hündinnen oder Rüden?</li>
<li>Was <strong>verstärkt das Verhalten</strong> meines Hundes? Meine eigenen Versuche, ihm gut zuzureden oder böse zu sein? (Der Hund erhält in beiden Fällen Aufmerksamkeit, was regulär ein machtvoller Verstärker darstellt!) Geht der andere Hund weg? Wird mein Hund angesprochen?</li>
<li>Da Verhalten immer eine Funktion erfüllt: <strong>Welches Alternativverhalten hilft meinem Hund dieselbe Funktion zu erfüllen anstatt „Leinenaggression“ zu zeigen? </strong></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h4><u>Rahmenbedingungen für das Training:</u></h4>
<ul>
<li>Wir kennen die Auslöser und nutzen diese für das Training</li>
<li>geeignete Helfer finden</li>
<li>An die Sicherheit denken (eigene Sicherheit / Helfer / Unbeteiligte)</li>
<li>Hilfsmittel wie Maulkorb, doppelte Leinensicherung, Halti…</li>
<li>Körpersprache des eigenen Hundes kennen</li>
</ul>
<h4><u>Die ersten Schritte:</u></h4>
<ul>
<li>Souveränes Mensch-Hund-Team (= Helferteam) positioniert sich</li>
<li>Trainingsteam positioniert sich hinter der sog. „Schwelle“ (= Abstand zum Helferteam, wo noch keine Reaktion gezeigt wird)</li>
<li>Trainingsteam auf das Helferteam zu</li>
<li>Beim <strong><u>ersten Anzeichen</u> </strong>des unerwünschten Verhaltens wird sofort die Bewegung gestoppt (- nicht erst, wenn der Hund schon „in der Leine hängt und bellt“)</li>
<li>Mensch atmet tief durch und beobachtet seinen Hund</li>
<li>Sobald der Hund <strong><u>ein Alternativverhalten</u> </strong>(Blick abwenden genügt am Anfang) zeigt:
<ul>
<li>(Markerwort / Clicker)</li>
<li>Mensch dreht zusammen mit dem Hund um und geht in die entgegengesetzte   Richtung</li>
<li>(Abstand groß genug: „Highlight &#8211; Belohnung“ geben)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h4><u>Weitere Trainingsschritte:</u></h4>
<ul>
<li>die „Schwelle“ verschiebt sich immer näher zum Helferteam hin …</li>
</ul>
<p>…. bis das Trainingsteam vorbeigehen kann</p>
<ul>
<li>Weitere Optionen des Helferteams:
<ul>
<li>kleine Bewegungen</li>
<li>schnellere Bewegungen</li>
<li>kreuzt den Weg</li>
<li>kommt entgegen</li>
<li>Parallelgang mit beiden Hunden</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Bei jeder Option immer wieder aufs Neue auf genügend Abstand (die „Schwelle“) achten!</p>
<h4><u>Die besonderen Feinheiten im Training:</u></h4>
<ul>
<li>Was benötigt <strong>DEIN HUND </strong>als „Feinheit“, damit ihr (schneller) zum Erfolg kommt?</li>
<li>auf der vom Helferteam abgewandten Seite geführt werden?</li>
<li>Aktion nach der Passage des Helferteams (z.B. etwas apportieren….)?</li>
<li>ist es für Deinen Hund einfacher, wenn er sich den anderen Hund / das andere Team „angucken“ darf?</li>
<li>Kannst Du das entspannte Anschauen noch belohnen?</li>
</ul>
<p><u>Und:</u> Was benötigst <strong>DU</strong> am „anderen Ende der Leine“?</p>
<h2><strong>WICHTIG!!!!</strong></h2>
<p>Achte bitte unbedingt darauf, wie lange <strong>alle beteiligten Vierbeiner</strong> tatsächlich mitarbeiten können! Alle möglichen Begegnungsoptionen der Artgenossen werden <strong>nicht </strong>innerhalb einer Trainingsstunde oder an einem Tag „abgearbeitet“ und verändert werden können!</p>
<p>Wenn die Konzentration und / oder Impulskontrolle Deines Hundes sich gen Ende neigt, muss diese Trainingseinheit beendet werden. Gib Deinem Hund im Anschluss die Chance, das gelernte mit Ruhe zu verarbeiten, bevor die nächste Trainingseinheit gestartet wird!</p>
<h2>Wie kann Bero´s Helden Dir und Deinem Vierbeiner helfen?</h2>
<ul>
<li><strong>Einzeltraining</strong> mit gemeinsamer Grundlagenforschung, individueller Besprechung von möglichen Managementmaßnahmen sowie ggf. Training zum Tragen des Maulkorbs / Haltis &#8211; <strong>auch Online möglich</strong>.</li>
<li><strong>Einzel- oder Duotraining</strong> mit Attrappe und / oder einzelnem Helferteam</li>
<li><strong>Begegnungstraining</strong> zusammen mit verschiedenen Mensch-Hund-Teams (max. vier Teams, nächstmöglichen Termine gerne direkt anfragen)</li>
<li><strong>Workshop Begegnungstraining</strong> (mehrere feste Termine im zweiwöchigen Rhythmus mit verschiedenen Mensch-Hund-Teams, nächster Start gerne direkt anfragen)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<h6>Bero´s Helden übernimmt keine Garantie für einen Erfolg bei der eigenständigen Umsetzung des Managements und / oder des beschriebenen Trainings und kann in keine Haftung o.ä. genommen werden. Jeder Hund ist ein Individuum und generelle „Ferndiagnosen“ werden seitens Bero´s Helden abgelehnt. Bei der eigenständigen Umsetzung ist jede/r Hundehalter/in für seinen Hund verantwortlich. Achtet bitte insbesondere auf die Körpersprache aller anwesenden Vierbeiner und die Sicherheitsmaßnahmen für alle Beteiligten.</h6>
<p>Der Beitrag <a href="https://beros-helden.de/leinenaggression-ein-unangenehmes-thema-bei-hundehalter-innen/">&#8222;Leinenaggression&#8220; &#8211; Ein unangenehmes Thema bei Hundehalter/innen</a> erschien zuerst auf <a href="https://beros-helden.de">Bero&#039;s Helden</a>.</p>
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