
Bero’s Helden Trainingsprinzipien & Philosophie
Gewaltfreies Training heißt, dass der Vierbeiner keinen Zwang, keine körperlichen Einwirkungen, keine Angst, keine Einschüchterung und auch keinen Schmerz erfahren bzw. empfinden muss! Gemäß § 1 des Tierschutzgesetzes darf niemand „einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“. Da es genügend Alternativen gibt, kann Training oder Erziehung eines Hundes eigentlich nicht als „vernünftiger Grund“ angegeben werden. Das heißt jedoch nicht, dass der Vierbeiner „alles machen darf, was er möchte“ und wir „blind mit Leckerchen um uns werfen“. Wir gestalten die Aufgaben so, dass der Hund viele Erfolgserlebnisse verbuchen darf – was nebenbei auch noch sein Selbstbewusstsein fördert – und bilden mit unserem Hund zusammen ein Team.
Die richtige Belohnung ist der Schlüssel zum Trainingserfolg
Die Umwelt und das alltägliche Umfeld erzeugen auch für unsere Vierbeiner oft genug Situationen, welche am liebsten gemieden werden. Folglich ist es einfach nur fair, wenn wir das Training in eine angenehme Richtung lenken. Nachhaltiger Erfolg ist durch Training mit positiver Verstärkung kein Problem. Der Mensch wird dadurch auch nicht zu einer „Belohnungsmaschine“ oder zum „Futterautomat“ seines Hundes – im Gegenteil: Um eine wirkliche Belohnung für den einen Hund auszuwählen, müssen wir uns zunächst mit seinen individuellen Vorlieben auseinandersetzen. Eine wirkliche Belohnung wählt nicht der Mensch aus, sondern der Hund. Viele Hunde können mit Futter bzw. Leckerchen belohnt werden. Aber auch hier muss ich mir Gedanken machen – welche Leckerchen mag mein Hund? Wie hochwertig ist die Belohnung? Kann ich diese Belohnung für meine Übung wirklich einsetzen? Beispielsweise sollte ich selbst, wenn ich „Sitz und Bleib“ mit Bero üben möchte, kein gekochtes Ei verwenden – das ist für ihn eine sehr hochwertige Belohnung, mit der es nicht fair ist, ein ruhiges Verhalten zu verlangen.
Bei vielen Hunden schaltet die Lust zum Spielen ein, sobald sie ein Spielzeug sehen – lasst uns auch das als Belohnung nutzen. Aber auch hier sollte jeder die Vorliebe des Vierbeiners kennen: lieber etwas Flauschiges oder doch was Klobiges? Ein gutes Hilfsmittel, das Futter und Spielzeug kombiniert, ist der Futterdummy, der genutzt werden kann, um Spielen attraktiver zu gestalten. Des Weiteren ist es für viele Hunde eine Belohnung, wenn der Mensch sie anlächelt oder streichelt – auch das können wir, besonders um ruhige Verhaltensweisen zu festigen und zu trainieren, einfach nutzen.
Wir finden also für jeden Hund den individuellen Verstärker, sodass wir erfolgreich trainieren können!
Hundetraining ohne Risiken
Hunde sind, wie alle anderen Tiere, einfach schon von Natur aus dafür geschaffen, schnell und präzise zu lernen. Ein Markersignal (Wort oder Clicker) hilft, dass wir ein bestimmtes Verhalten punktgenau verstärken können und nutzen es als „Brücke“ zur Belohnung, die sich der Hund verdient hat. Der gravierende Vorteil des gewaltfreien und positiven Trainings ist, dass es keine Risiken (bspw. Aggression oder Angst) birgt, sondern nachhaltige Lösungen. Zudem lernen wir Menschen, unseren Fokus mehr auf das gewünschte Verhalten zu richten. Wir kommunizieren eindeutig und erhalten ein Vertrauenskonto mit unserem Hund.
Ich möchte Dir helfen, ein guter und präziser Trainer für Deinen Hund zu werden. Schließlich soll nicht nur in den Trainingsstunden alles gelingen – ich möchte, dass Du einen gelassenen Alltag bestreiten und eine gute Zeit mit Deinem Vierbeiner verbringen kannst!